Corona und Chorbetrieb!

Proben und Auftritte für Chöre weiterhin erlaubt!

Stand 21.10.2020

Der Bayerische Musikrat hat aufgrund erhöhter Nachfrage von Chören und Bläsern beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angefragt ob es richtig ist, dass sich aktuell für den Kulturbereich nichts ändert (außer, dass bei Ampel gelb – Inzidenz größer als 35 – das Publikum auch am Platz Masken tragen muss). Im Folgenden lesen Sie die Antwort an den Bayerischen Musikrat von Herrn Regierungsdirektor Martin Breuer:

"... Nach Abstimmung mit der Gesundheitsseite können wir Ihnen in Bezug auf Laienmusikchöre/-orchester in sog. „Hotspots“ insoweit folgendes mitteilen:

§ 25a Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 und Abs. 2 S. 2 Nr. 2 der 7. BayIfSMV bezieht sich nur auf die Fallkonstellationen des § 2 und § 3, sprich der generellen Zusammenkunft von Personen im öffentlichen und privaten Raum, für die keine speziellere Regelung in der Verordnung getroffen wurden.

Für kulturelle Veranstaltungen und die dafür notwendigen Proben (von Musikerinnen und Musikern) gilt daher weiterhin als speziellere Regelung § 23 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 5 Abs. 3 Nr. 1 der 7. BayIfSMV, wonach entsprechende Mindestabstände einzuhalten sind und diese indirekt die Gesamtanzahl der zulässigen Personen/Künstler/Musiker im Raum/auf der Bühne bestimmen. Eine pauschale Höchstanzahl der Künstler/Musiker auf der Bühne bzw. im Probenraum gibt es weiterhin, auch in Hotspots, nicht.

Ein Grund hierfür ist insbesondere, dass es für „Chorgesang im Bereich der Laienmusik“ und „Kulturelle Veranstaltungen und Proben“ zwischen dem StMWK und dem StMGP abgestimmte Rahmenschutz- und Hygienekonzepte gibt. Wenn sich Personen im öffentlichen und privaten Raum gemeinsam aufhalten, gibt es dagegen keine solche Schutz- und Hygienekonzepte.

Verantwortungsvolles Agieren und eine umsichtige individuelle Bewertung der jeweiligen konkreten Umstände vor Ort sind natürlich auch weiterhin wichtig."

 

Historie

Stand 22.06.2020: Chöre dürfen wieder proben!

Liebe Mitglieder,

wir haben aus der Verordnung der Staatsregierung die für die Durchführung von  Chorproben unverzichtbaren Punkte zusammengefasst und in eine Hygieneempfehlung eingebunden, um unseren Mitgliedschören eine Arbeitshilfe zu geben. Die Verantwortung im individuellen Einzelfall liegt immer bei den Chören vor Ort.  Wir sind uns darüber bewusst, dass die Umsetzung nicht in allen Fällen und schon gar nicht ohne Aufwand möglich ist. Den  für die Chorproben Zuständigen (in den überwiegenden Fällen dürften das die Chorleiter/innen sein) wird eine besondere Verantwortung zugewiesen. Dieser können sie nur nachkommen, wenn sie dabei von allen Sängern/innen unterstützt werden und diese ihren Teil der Vorgaben erfüllen. Gegenseitige Aufmerksamkeit und Hinweise bei Auffälligkeiten sollten nicht als Kritik, sondern Hilfestellung aufgefasst werden, indem einer auf den anderen achtet.

Wir hoffen, dass viele unserer Chöre wieder den Probebetrieb aufnehmen können und der Anfang des Wegs zurück zur Normalität beschritten werden kann, auch wenn es noch dauern wird, bis diese erreicht werden wird.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Singen!

 

Chöre dürfen seit dem 22. Juni wieder singen!
Das bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung am 16. Juni weitere Lockerungen  beschlossen und den Katastrophenfall aufgehoben.
In der Pressemitteilung heißt es u.a.: " ... Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik wird ab 22. Juni 2020 wieder zugelassen. Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 m, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer.
Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln und veröffentlichen."
Hier gehts zum Hygienekonzept, welches seit dem 07. Juli gültig ist.

 

Stand 15.06.2020:
Am 8. Juni haben wir Sie an dieser Stelle über unseren Brandbrief an die zuständigen Minister*innen vom 8. Juni zur Wiederermöglichung des Probenbetriebs unserer Chöre und Ensembles informiert. Leider hat dies bisher keine Wirkung gezeitigt. Weder Frau Staatsministerin Huml (Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) noch der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, haben uns geantwortet. Aus dem Haus von Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler erreichte uns lediglich eine Zwischennachricht, dass die Angelegenheit "derzeit noch geprüft" werde. Am selben Tag (12. Juni) hat die Gesundheitsministerin allerdings eine Verordnung zur Änderung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, in der es in § 1 Nr. 8 zur Änderung von § 20 Absatz 2 Nr. 1 heißt: "Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist unzulässig."
Wir haben uns daher nach einer Videokonferenz der Präsidenten der vier bayerischen Chorverbände am gestrigen Sonntag heute erneut an die Minister gewandt. Unser Erinnerungsschreiben an Frau Staatsministerin Huml, wie es nahezu wortgleich auch an die beiden anderen Minister gegangen ist, finden Sie hier.
Wir sind gespannt, ob und welche Antworten wir nun erhalten werden. Unser weiteres Vorgehen werden wir dann am Mittwochabend in einer weiteren Videokonferenz besprechen und Sie über das Ergebnis umgehend informieren.
Karl Weindler (Präsident)