Regensburg singt – ein Tag voller Begegnungen
Was für ein Tag! Beim Chorfest des Bayerischen Sängerbundes wurde Regensburg für ein paar Stunden langsamer und zugleich lebendiger. Von 11 bis 18 Uhr klang über den Haidplatz, den Domplatz, den Bismarckplatz und viele weitere Ecken der Altstadt Chormusik in ihrer ganzen Bandbreite. Ensembles aus ganz Bayern sangen dort, wo sonst Autos fahren und Menschen durch die Gassen eilen. Wer kurz stehen blieb, blieb meist länger als gedacht.
BSB-Präsident Seebacher sagte bei der Eröffnung auf dem Haidplatz einen Satz, der mir hängen geblieben ist: „Begegnungen sollen stattfinden." Und genau das geschah. Chöre, die sich vorher nie gehört hatten, standen auf derselben Bühne. Sängerinnen und Sänger aus Maisach und Regensburg, aus Geisenhausen und Neutraubling, aus Kirchseeon und Frontenhausen brachten jeweils ihren eigenen Klang mit. Zusammen ergab das einen Tag, wie ihn keiner allein hätte schaffen können. Chorgesang, so Seebacher, „weicht ab vom Alltag". Er öffnet einen Raum, der im normalen Tageslauf kaum noch vorkommt: für Klang, für Stille, für das Miteinander.
Möglich gemacht haben diesen Tag viele Hände. Seebacher dankte der Stadt Regensburg und allen, die mit organisiert haben. Diesen Dank verband er mit einem Wunsch: dass der Chortag über den Tag hinaus etwas auslöst. Nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern neue Verbindungen zwischen Chören und vielleicht den einen oder anderen, der wieder Lust bekommt, selbst zu singen.
Weil Musik mehr hinterlässt, als Worte fassen können, habe ich versucht, den Tag mit der Kamera festzuhalten. Die folgenden Bilder zeigen, was zu hören war: die Konzentration vor dem Einsatz, die Freude nach dem letzten Ton und dazwischen viele Menschen, die zueinander gefunden haben.
































